Motivation und Engagement seit über 30 Jahren

Entstanden ist der »Gelbe Blitz« aus dem Landhandel und Güternahverkehrs-Unternehmen von Otto Ehrengruber, dem Vater des jetzigen Firmeninhabers. Dieser führte seit den fünfziger Jahren nebenberuflich nach Feierabend oder am Wochenende kleinere Umzüge aus. Im Jahr 1985, unmittelbar nach dem Abitur, entdeckte dann sein Sohn Rolf Ehrengruber eine Marktlücke und das Potential für ein Umzugsunternehmen in der Kreisstadt Olpe. Entgegen seiner ursprünglichen Pläne eines Journalistik-Studiums erwarb er mit nur 19 Jahren seine Sach- und Fachkundeprüfung vor der Industrie- und Handelskammer und stieg als Geschäftsführer in den elterlichen Betrieb ein.

Aus der Erfahrung heraus, dass sich die Kunden seinen langen Nachnamen schlecht merken konnten, entschied sich Rolf Ehrengruber dem neuen Unternehmen, in Anlehnung an den einzigen vorhandenen LKW, einen gelben Opel Blitz, den Namen »Gelber Blitz« zu geben. Mit Rubbel-Buchstaben und auf Millimeterpapier entwickelte er das Firmenlogo, welches auch heute noch gültig ist.
 

»Die Anfangsjahre waren eine Mischung aus Abenteuer und Goldgräberstimmung«

In der Anfangsphase wurden neben Umzügen auch noch Eil- und Kleintransporte für die heimische Wirtschaft ausgeführt. Es zeigte sich jedoch schon bald, dass das Umzugsgeschäft das größte Potential bot, und so wurde bereits nach einem halben Jahr der erste richtige Möbelwagen, ein gebrauchter Mercedes 7,5-Tonner angeschafft. Dieses Fahrzeug war noch bis Ende der neunziger Jahre im Einsatz, und Rolf Ehrengruber erinnert sich gerne zurück: »Im winzigen Fahrerhaus sind wir sogar zu dritt bis nach Monaco gefahren. Die Anfangsjahre waren eine Mischung aus Abenteuer und Goldgräberstimmung«.

Aufgrund der guten Qualität seiner Umzüge machte sich der »Gelbe Blitz« schnell einen Namen, und das Unternehmen entwickelte sich kontinuierlich weiter. Wurde anfangs ausschließlich als Familienbetrieb mit Aushilfen und unter gelegentlicher Mitwirkung der zur damaligen Zeit noch studierenden Brüder Dieter und Thomas Ehrengruber gearbeitet, so kamen nach und nach die ersten fest angestellten Mitarbeiter dazu. Im Jahr 1991 wurde dann in Olpe das Areal eines insolventen Getränkeverlages erworben und aus einem beklagenswerten Zustand über mehrere Jahre größtenteils in Eigenleistung renoviert.

Hierbei sind besonders die Verdienste von Senior Otto Ehrengruber (verstorben 2002) zu erwähnen, der vor Ort die Bauleitung übernahm, während der Junior »auf dem Bock« das Geld einfuhr.

Im Jahr 1995 heiratete Rolf Ehrengruber seine Frau Regine, mit der er bis heute das Unternehmen leitet. Kurz darauf im Jahr 1996 wurde dann der Betrieb komplett vom Senior überschrieben. Von diesem Zeitpunkt an entwickelte sich das Unternehmen dynamisch weiter. Das Umzugsgeschäft wurde weiter ausgebaut und Ende der 90er Jahre kam der Bereich Möbellogistik für den Möbeleinzelhandel hinzu.

„Von 1996 an entwickelte sich der Betrieb dynamisch weiter. Ende der 90er Jahre kam der Bereich Möbellogistik hinzu.“

Hierzu wurde im Jahr 2000 ein Tochterunternehmen am Standort Gummersbach gegründet, von dem aus nicht nur der Neumöbeltransport für einen Großkunden abgewickelt wird, sondern welches auch erfolgreich den Umzugsmarkt im Oberbergischen Land bedient. Im Jahr 2003 trat der »Gelbe Blitz« dann als Gesellschafter der DMS Deutsche Möbelspedition bei. Die Kooperation mit den rund 100 DMS-Betrieben in Deutschland führte in den Folgejahren zu einer weiteren Stärkung der Geschäftstätigkeit, insbesondere in den Bereichen Umzugs-Fernverkehr und Objektumzüge.

Im Jahr 2008 war der „Gelbe Blitz“ das erste Unternehmen in der Region, welches das neue Geschäftsfeld „Self-Storage“ anbot und in der Bruchstraße in Olpe ein SB-Lagerhaus eröffnete. Aufgrund des großen Erfolgs wurde das Geschäftsfeld kontinuierlich ausgebaut und zuletzt am Standort In der Trift in Olpe ein neuer „Drive-In-Lagerpark“ eröffnet.

Im Jahr 2012 wurde am Standort Siegen eine weitere Niederlassung gegründet. Zu dieser Zeit hatte sich der „Gelbe Blitz“ bereits zu einem überregional tätigen, modernen Umzugs- und Logistikunternehmen entwickelt. Eine Spezialisierung im Bereich Büromöbellogistik führte mit täglichen Liefertouren in den Großräumen Ruhrgebiet, Düsseldorf, Köln und Bonn zu einer direkten Anbindung an die großen Wirtschaftsmetropolen. Neben zahllosen Privatkunden vertrauten auch immer mehr renommierte Unternehmen der privaten Wirtschaft, Behörden, öffentliche Einrichtungen und Institutionen den Logistik-Profis aus dem Sauerland.

Ein Quantensprung in der Entwicklung des Unternehmens war dann im Jahr 2015 der Umzug in eine moderne Logistikimmobilie im Gewerbegebiet In der Trift in Olpe. Der alte Standort an der Günsestraße war bereits seit Jahren viel zu klein geworden und Rolf Ehrengruber hatte schon lange nach einer Alternative gesucht. Nun standen dem Unternehmen auf einer Gesamtfläche von 8.000 qm große und  helle Büros, eine Lagerhalle von 1.000qm Grundfläche sowie ausreichende Abstell- und  Rangierflächen zur Verfügung. Noch im selben Jahr wurde auf dem Gelände eine zusätzliche Lagerhalle für die Unterbringung von 20-Fuß-Lagercontainern errichtet.

»Ein Quantensprung war 2015 der Umzug in eine moderne Logistik-Immobilie.«

Die durch den Umzug erreichten Synergien und neuen Möglichkeiten führten in der Folge zu einem weiteren Ausbau der Geschäftstätigkeit. Im Jahr 2016 gehörte der gelbe Blitz mit über 40 Beschäftigten und rund 30 Fahrzeugeinheiten zu den größten Umzugsunternehmen in NRW.

Die kontinuierliche Betriebsentwicklung und das langanhaltende Wirtschaftswachstum in Deutschland stellten Rolf Ehrengruber dann in der Folgezeit aber vor eine neue Herausforderung: Den Fachkräftemangel. War es in der Möbeltransportbranche schon immer nicht leicht gewesen, gutes Personal zu finden, so wurde dies in Zeiten der Vollbeschäftigung fast unmöglich. Auch die in der Vergangenheit erfolgreich durchgeführte Ausbildung von eigenem Nachwuchs in den Berufsfeldern „Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice“ sowie »Berufskraftfahrer« war aufgrund fehlender Bewerber nicht mehr möglich.

Um seinen hohen Anspruch an die Qualität der Dienstleistung und den guten Ruf seines Unternehmens nicht zu gefährden, entschloss sich Rolf Ehrengruber daher Ende der 2010er Jahre die Betriebsgröße der Verfügbarkeit an qualifiziertem Personal anzupassen. Der Betrieb wird seitdem schrittwiese umstrukturiert und weniger rentable Geschäftsfelder aufgegeben. Der »Gelbe Blitz« konzentriert sich auf seine Marktführerschaft in der Region Olpe, Siegen und Gummersbach und setzt dabei auf seine langjährige Erfahrung in der Durchführung von Umzügen für die anspruchsvolle Privatkundschaft und die heimische Wirtschaft. Ein weiterer Schwerpunkt wird auf den Ausbau des Lagergeschäfts gelegt.

Eine weitere große Herausforderung für Rolf Ehrengruber und sein Unternehmen ist die Digitalisierung. In den vergangenen Jahren sieht sich sein Gewerbe einer immer stärker wachsenden Konkurrenz aus dem Internet gegenüber. Sogenannte »Start-Ups« planen nicht weniger als die „Revolution des Umzugsmarkts“ und „verbrennen“ dabei Millionen an Risikokapital, während der mittelständische Möbelspediteur jeden Tag aufs Neue gezwungen ist, Gewinn zu erwirtschaften. Glücklicherweise scheitern die Portale immer wieder an der Komplexität der Dienstleistung „Umzug“ und können ihre begrenzten Erfolge bisher lediglich auf Klein- und Kleinstumzüge, häufig ausgeführt von osteuropäischen Subunternehmern, zurückführen.
 

»Wir haben in 35 Jahren schon viele Mitbewerber kommen und gehen sehen – den Gelben Blitz gibt es immer noch«

Nichtsdestotrotz bleibt die Digitalisierung auf der Tagesordnung. Rolf Ehrengruber war maßgeblich an der Entwicklung der „Digitalen Besichtigung“ der DMS beteiligt, die es dem Kunden ermöglich, die ansonsten von Umzugsberatern durchgeführte Wohnungsbesichtigung im Vorfeld eines Umzugs selbst mit dem Smartphone durchzuführen. Weitere Schritte wie die Video-Besichtigung und der buchbare Umzug im Internet befinden sich bereits in den Startlöchern.

Rolf Ehrengruber hat es bis heute geschafft, den Betrieb erfolgreich durch einen schwierigen Markt zu führen. Mit der Erfahrung der Vergangenheit sieht er sich auch für den Wettbewerb in Zukunft gut aufgestellt.  »Wir haben in 35 Jahren schon viele Mitbewerber kommen und gehen sehen – den Gelben Blitz gibt es immer noch«.